Licht und Schatten am Kranoldplatz

  Pläne für das Herz von Lichterfelde Ost: Eine faustdicke Überraschung und überwiegend...

BVV beschließt Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments

  Gegen die Stimmen von AfD und CDU hat die BVV sich kürzlich für ein starkes...

Wie nah ist der nächste Spielplatz?

  Auf unserer interaktiven Karte finden Interessierte neben Informationen zu Größe und...

Patmos-Gemeinde feierte Eröffnung der Friedensinsel

  Mit Eltern, Kindern und hochrangigen Gästen ging am Wochenende ein temporäres...

Amtsschimmel wiehert in Düppel

  Ein Gesetz, das Unsicherheiten schafft und plötzlich keiner mehr da, der zuständig ist:...

Aktuelles (Auswahl)

Max Liebermann: Alles für die Kunst!

Max Liebermann: Alles für die Kunst!

Das Museum der Villa Liebermann feiert sein 20jähriges Jubiläum und richtet aus diesem Anlass seinen Focus auf eine weniger bekannte, jedoch äußerst wichtige Seite des Malers Max Liebermann – die des Strategen und Kulturpolitikers, des Kämpfers für die Freiheit der...

mehr lesen
Finde Bebauungspläne in deiner Nähe

Finde Bebauungspläne in deiner Nähe

  Auf unserer interaktiven Karte sind alle Bebauungspläne in Steglitz-Zehlendorf, die ab dem Jahr 2000 in Kraft getreten sind oder noch im Verfahren stehen. Wenn verfügbar, ist auch der Link zum Plan-PDF verlinkt.   Was ist ein Bebauungsplan? Der...

mehr lesen
Ein Ort für Kunst von Frauen: The Gallery of Things

Ein Ort für Kunst von Frauen: The Gallery of Things

  „Giving Art a Space“ ist das Motto von Alexandra Mann. Am Teltower Damm in Zehlendorf ist mit ihrer Galerie ein Zentrum für weibliche schöpferische Kraft entstanden. Ein Porträt von Ulrike Meyer Die Kunstszene Berlins ist dynamisch, schrill und innovativ. Die...

mehr lesen
2026 eröffnet das Hotel des „Knast“

2026 eröffnet das Hotel des „Knast“

  Ateliers und Ausstellungsräume, Restaurant, eine spektakuläre Bar und regelmäßige Events gibt es schon im "Knast" in Lichterfelde. 2026 soll nun auch das Hotel mit neun Zimmern und vier individuell gestalteten Suiten eröffnen - ein "Hideaway" fern vom Trubel...

mehr lesen
Staatsreparatur: Aufzug der Burschenschafter

Staatsreparatur: Aufzug der Burschenschafter

Der AfD-Politiker Maximilian Krah besucht am 10. Juli die selbsternannte „Staatsreparatur“ in Lichterfelde. Der Bundestagsabgeordnete folgt der Einladung einer jungen Berliner Burschenschaft. Sie ist Teil eines „hochgefährlichen“ Netzwerks. Andreas Wild hat Freude an...

mehr lesen
Stillstand und Neuanfang am Hindenburgdamm

Stillstand und Neuanfang am Hindenburgdamm

  Am „Hillmann-Eck“ entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus. Das „Geisterhaus“ wird jetzt von einem Gutachter inspiziert. Der Bau der Fernwärmeleitung dauert. Das Spucki bleibt zu. Die Umbenennung: kommt – irgendwann. Das Wohnhaus Stell dir vor, es entsteht ein...

mehr lesen

Stöberkiste: Straßen-ABC

Anzeige Garage

 Bezirk in Bildern

Bahnhofs-Wirtschaft

Jungfernstieg, Lichterfelde Ost

Lilienthalpark

Schütte-Lanz-Straße, Lichterfelde

Heizkraftwerk Lichterfelde

TV-Asahi-Kirschblütenallee

Mauerweg, Lichterfelde/Teltow

Der Bierpinsel

Schloßstraße, Steglitz

Die Petruskirche

Oberhofer Platz, Lichterfelde

Gemeindepark Lankwitz

Schwartzsche Villa

Grunewaldstraße, Steglitz

Der Fliegeberg

auch der Lilienthalberg genannt, Lichterfelde

Karlsplatz

Ringstraße, Lichterfelde

Das Rathaus Steglitz

Ecke Schloßstraße/Grunewaldstraße

Kaiser-Wilhelm-Straße

Lankwitz

U-Bahnhof Dahlem-Dorf

Stadtpark Steglitz

Blick vom Lilienthalberg

Lichterfelde

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

Dahlem bzw. Lichterfelde

Hermann-Ehlers-Platz

Rathaus Steglitz

Otto-Lilienthal-Denkmal

Bäkepark, Lichterfelde

Bahnhof Berlin-Lichterfelde West

Dreifaltigkeitskirche

Lankwitz

Schloßstraße

Steglitz
3s
Subscribe to Our Newsletter
Stay Updated!
Learn Awesome Quick Tactics to convert more visitors of your website to subscribers and clients.
Kunstausstellungen in Steglitz-Zehlendorf
Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende
Get the latest business resources on the market delivered to you weekly.

Licht und Schatten am Kranoldplatz

[caption id="attachment_15739" align="aligncenter" width="622"] Darauf können sich alle einigen: Der Markt muss erhalten bleiben | Archivbild: Gogol[/caption]   Pläne für das Herz von Lichterfelde Ost: Eine faustdicke Überraschung und überwiegend schlechte Kompromisse. Ein Kommentar von Stephan Voß Wer hätte das gedacht? Das Bezirksamt bietet Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden, Marktleuten und anderen Interessierten an, über die künftige Gestaltung des Kranoldplatzes mitzuentscheiden. Das ist fast sensationell und von keinem anderen aktuellen städtebaulichen oder verkehrlichen Vorhaben des Bezirks gibt es Ähnliches zu berichten. Noch bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie Kranoldplatz wurde jede Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern vom zuständigen Stadtrat und Bürgermeisterkandidaten Urban Aykal abgelehnt. In der BVV am 18. Februar antwortete er im Rahmen der Einwohnerfragestunde auf die Frage, ob das Beteiligungskonzepts bzgl. des Umbaus des Kranoldplatzes auch die Stufe „Mitentscheidung“ beinhalte, sinngemäß, dass dies nicht vorgesehen sei. Sinneswandel der Politik Der nun offensichtlich erfolgte Sinneswandel bezüglich der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Umgestaltung des Kranoldplatzes ist absolut zu begrüßen – und zwar nicht nur, weil er unerlässlich dafür ist, dass trotz der widerstreitenden Interessen rund um den Kranoldplatz am Ende eine von den unterschiedlichen Interessengruppen akzeptierte Lösung für den Umbau des Platzes gefunden werden kann. Sondern auch, weil ernsthafte und weitgehende Betroffenenbeteiligung unerlässlich für die Förderung und den Erhalt einer demokratischen Kultur in unserem Bezirk ist, einer Kultur, in der Bürgerinnen und Bürger über die Entwicklungen in ihrem Kiez mitbestimmen können – und zwar nicht nur am Wahltag alle vier Jahre. Mitentscheiden heißt Verantwortung übernehmen Mitentscheiden über die künftige Gestaltung des Kranoldplatzes bedeutet natürlich auch, Verantwortung zu übernehmen und Verantwortung in der heutigen Zeit zu übernehmen heißt, insbesondere den Klimaschutz im Blick zu haben, heißt den Gesundheitsschutz ernst zu nehmen, heißt der Verödung der Städte und dem Verkehrskollaps in den Städten unter anderem durch eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität entgegenzuwirken, heißt für Verkehrssicherheit zu sorgen und es heißt vor allem auch die Bedürfnisse unserer Kinder und damit auch der nachfolgenden Generation im Blick zu haben. Kurz gesagt, Verantwortung übernehmen, mitentscheiden bedeutet, sich für nachhaltige Entwicklungen zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen – Egoismen haben da keinen Platz. Betrachtet man unter diesen Prämissen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des Kranoldplatzes wird man nicht umhinkommen, festzustellen, dass die Varianten 2, 2a, 2b und 3 in Abhängigkeit von der Anzahl und Lage der vorgesehenen Parkplätze auf und rund um den Platz und je nach der Anzahl von Bäumen, am wenigsten Klimaschutz, am wenigsten Lärmschutz, am wenigsten Hitzeschutz (beispielsweise durch fehlende Verschattung), am wenigsten Schutz vor Abgasen und am wenigsten Gesundheitsschutz bieten. Parken auf dem Platz, Rückwärtsausparken, Parksuchverkehr und dadurch bedingte Staubildung auf dem Platz sowie bei der Einfahrt auf den Platz und bei der Ausfahrt vom Platz lassen eine verbesserte Aufenthaltsqualität auf dem Platz ebenfalls kaum zu und tragen zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit schlicht gar nichts bei – im Gegenteil. Nicht nur die Sicherheit von Kindern, sondern auch ihre Interessen und Bedürfnisse fallen bei diesen Gestaltungsvarianten vollkommen unter den Tisch. Allein die in der Studie vorgeschlagene Variante 1 der Platzgestaltung kann den Anforderungen an die nachhaltige Gestaltung eines modernen Stadtplatzes einigermaßen gerecht werden. Sie schafft mit einem autofreien Platz und damit mit mehr Verkehrssicherheit, mit 27 neuen Bäumen tatsächlich nicht nur mehr Aufenthaltsqualität und damit auch Einkaufsqualität im Herzen von Lichterfelde Ost, sondern sie bietet Lösungen im Kleinen für die großen Herausforderungen, vor denen alle Städte im 21. Jahrhundert insbesondere durch den Klimawandel stehen. Sie ist am Gemeinwohl orientiert und nicht an den Egoismen einzelner und den Partikularinteressen einzelner Gruppen. Verkehrssenat gegen sichere Verkehrsführung Über die Neugestaltung des Kranoldplatzes hinaus widmet sich die Machbarkeitsstudie auch den erheblichen Konflikten zwischen Fuß- und Radverkehr und ÖPNV an der  Bushaltestelle. Um diese sinnvoll lösen zu können, wäre es nötig, wie auch die Machbarkeitsstudie zeigt, die Lankwitzer Straße zwischen der Haltelinie vor dem Fußgängerüberweg an der Ferdinandstraße und dem Überweg hinter der Bushaltestelle einspurig zu gestalten, um die Ausgestaltung der Bushaltestelle als für alle Beteiligten sichere Kap-Haltstelle zu ermöglichen. In der Höhe des Kranoldplatzes verläuft die Lankwitzerstraße bereits in Richtung Bushaltestelle einspurig. Diese Fahrbahnführung müsste also nur um 80 Meter verlängert werden. Dann gäbe es genug Platz für alle und die Konflikte an der Bushaltestelle könnten beseitigt werden. Doch der Verkehrssenat verweigert eine sichere Verkehrsführung, weil aus seiner Sicht wegen dieser 80 Meter die Leistungsfähigkeit der Lankwitzer Straße reduziert würde. Diese Haltung der Verkehrsverwaltung ist völlig sachfremd, ignorant gegenüber den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern und entspricht darüber hinaus dem Berliner Mobilitätsgesetz in keiner Weise. Die inzwischen mehrfach vom Autor an die für den Verkehr zuständige Senatsverwaltung herangetragene Bitte, ihre Position zu begründen, blieb bisher leider unbeantwortet. Konstruktive Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung Wenn es gelingt, dass alle Beteiligten – auch die für Verkehr zuständige Senatsverwaltung – in einem konstruktiven Miteinander Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Kranoldplatzes und seiner Umgebung übernehmen, besteht die Chance, den Jahrzehnte währenden Konflikt um die Gestaltung des Kranoldplatzes auf eine gute Weise mit einem guten Ergebnis zu lösen. Dass der Bezirk beabsichtigt, für diesen Prozess Geld in die Hand zu nehmen und seine Begleitung und Moderation ausschreiben will, um ihn bestmöglich gestalten zu können, ist eine gute Entscheidung, die Mut zum Engagement für einen lebenswerten Kranoldplatz machen sollte.

Stephan Voß Der Autor ist Mitglied im „Bündnis für einen lebendigen Kranoldplatz“.

Den Inhalt der Studie zur Umgestaltung des Kranoldplatzes haben wir hier zusammengefasst: https://stadtrand-nachrichten.de/kranoldplatz-buergerinnen-und-buerger-sollen-mitentscheiden/ Bisherige Beiträge zum Kranoldplatz: https://stadtrand-nachrichten.de/category/gesellschaft-politik/kranoldplatz/   Die Stadtrand-Nachrichten finanzieren sich durch freiwillige Zahlungen ihrer Leserinnen und Leser. Wenn es Ihnen hier gefällt, Sie etwas Spannendes entdeckt oder etwas Neues gelernt haben, können Sie uns via Paypal ein Trinkgeld dalassen. Herzlichen Dank! Hier geht es zu unserem Paypal-Konto