Das Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf organisiert in diesem Jahr zum 10. Mal die Auszeichnung von Kindern und Jugendlichen, welche einem Ehrenamt nachgehen.
Egal ob Vereine, Schulen, Eltern, Privatpersonen oder Verbände. Alle werden gebeten, junge Menschen (10 bis 21) in Steglitz Zehlendorf, welche sich engagieren, bis zum 16.09.2010 zu nominieren. Neben dem oft prallgefüllten Schulalltag noch Zeit für eine ehrenamtliche Aktivität zu finden, ist keine Selbstverständlichkeit und zudem äußerst wirksam und von hohem Nutzen für die Gesellschaft. Aus diesem Grund soll den jungen Menschen Anerkennung für ihre Arbeit im Kiez zuteilwerden. Dabei ist jede Art von Ehrenamt laut Kinder- und Jugendbüro relevant:
„Die letzten Jahre haben gezeigt: Ob Mithilfe im Jugendzentrum, in der Schulgemeinschaft, als Mitglied des Bezirksschülerausschusses, NachhilfelehrerIn oder TrainerIn im Verein – jedes Engagement ist es wert, gebührend geehrt zu werden!“
Vorschläge erfolgen per E-Mail an kijubsz[at]berlin.de, mit folgenden Angaben:
– Name und Alter der vorgeschlagenen Person
– Wo, wie oft, seit wann engagiert sich die Person
– Was zeichnet diese Person aus
Ein Preisgericht bestehend aus Jugendlichen und BezirkspolitikerInnen legen fest, welche Engagements am Tag der Auszeichnung exemplarisch in einem Film dargeboten werden sollen. Am Freitag, den 22.11.2019 um 18.00Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben) werden die Nominierten gefeiert und erhalten eine Ehrung, überreicht durch Bezirksbürgermeisterin Frau Richter-Kotowski.
Bei Rückfragen:
Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf
E-Mail: kijubsz[at]berlin.de
Telefon: 0178 811 99 44
(mfs)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „