Am 20. Januar jährt sich der Tag der Wannseekonferenz zum 76. Mal. Damals kamen 15 ranghohe Nationalsozialisten in der Villa Marlier zusammen, um über die „Endlösung der Judenfrage“ zu beraten, also den begonnenen Völkermord an den Juden zu organisieren. Anlässlich des Jahrestages findet am Sonntag, 21. Januar, im Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin, um 11 Uhr, ein Gespräch mit der Zeitzeugin Batsheva Dagan statt.
Batsheva Dagan wurde 1925 als Isabella Rubinstein in Łódz (Polen) geboren. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flohen ihre Eltern mit ihr und zwei ihrer Schwestern nach Radom, wo 1941 ein Ghetto eingerichtet wurde. Die Eltern wurden von dort nach Treblinka deportiert und ermordet.
Batsheva Dagan floh mit gefälschten Papieren als polnische Zwangsarbeiterin nach Deutschland, wo sie als Dienstmädchen arbeitete. Nach einigen Monaten wurde sie verraten, verhaftet und zuerst in verschiedenen Gefängnissen, ab Mai 1943 in Auschwitz-Birkenau inhaftiert. Auf einem Todesmarsch über das Frauen-KZ Ravensbrück und dessen Außenlager Malchow wurde sie im Mai 1945 in Lübz befreit. Außer ihr hatten von den neun Geschwistern drei weitere überlebt.
Batsheva Dagan wanderte noch im selben Jahr nach Israel aus, wurde Kinderpsychologin und schrieb mehrere Bücher und Gedichte über die Shoah (Holocaust).
Wer bei dem Gespräch dabei sein möchte, wird gebeten sich unter office@ghwk.de oder telefonisch unter 030 80 50 010 anzumelden.
Vor der Veranstaltung findet um 9.30 Uhr in der Andreaskirche, Lindenstraße 2, 14109 Berlin-Wannsee ein jüdisch-christlicher Gedenkgottesdienst statt.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner