Licht und Schatten am Kranoldplatz

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BVV beschließt Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments

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Wie nah ist der nächste Spielplatz?

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Patmos-Gemeinde feierte Eröffnung der Friedensinsel

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Amtsschimmel wiehert in Düppel

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Aktuelles (Auswahl)

Wie nah ist der nächste Spielplatz?

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Amtsschimmel wiehert in Düppel

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  Ein Gesetz, das Unsicherheiten schafft und plötzlich keiner mehr da, der zuständig ist: Aufgrund einer Gesetzeslücke droht in diesem Jahr der Anbau von Nutzhanf im Museumsdorf in Düppel auszufallen. Hanf (bot. cannabis salvis) ist eine der ältesten...

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„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“

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  Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt. Ein Beitrag von Patrick Meyer „Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik...

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Tempo 30 auf Hauptstraßen: Analyse

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  Auf rund einem Viertel der Berliner Hauptstraßen gilt eine mindestens zeitweise Temporeduzierung. Wir zeigen die Tempo 30-Zonen in Steglitz-Zehlendorf und die Stellen, an denen Bürger sich mehr Sicherheit durch langsameren Autoverkehr wünschen. Norwegen...

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The Souly Bird: Weltenbürgerin verzaubert den Kiez

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  Glanz und Glamour im Knast – einmal im Monat erfüllt „die Stimme von Lichterfelde“ die Bar „The Knast“ in der Söhtstraße. Ein Porträt von Ulrike Meyer Mit ihrem lässig-eleganten Auftritt verzückt die Berliner Sängerin „The Souly Bird“ ihr Publikum nun schon zum...

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Verein Freunde der Domäne Dahlem wird 50

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  Ohne ihre Freunde gäbe es die Domäne Dahlem heute nicht. Der Verein feiert sein Landgut und zivilgesellschaftliche Beharrlichkeit in diesem Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen. Das ehemalige Rittergut hat mit seiner rund 800jährigen Geschichte eine lange...

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Glasfaser: zügiger Wechsel kann sich lohnen

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  Glasfaser ist der neue Standard der digitalen Datenübertragung. Allmählich kommt die Zukunft in die Berliner Haushalte. So werden derzeit in Steglitz 500 Wohnungen und Unternehmen zwischen Albrechtstraße, Breite Straße, Klingsorstraße, Leydenallee, Mittelstraße...

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Stöberkiste: Straßen-ABC

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Bahnhofs-Wirtschaft

Jungfernstieg, Lichterfelde Ost

Lilienthalpark

Schütte-Lanz-Straße, Lichterfelde

Heizkraftwerk Lichterfelde

TV-Asahi-Kirschblütenallee

Mauerweg, Lichterfelde/Teltow

Der Bierpinsel

Schloßstraße, Steglitz

Die Petruskirche

Oberhofer Platz, Lichterfelde

Gemeindepark Lankwitz

Schwartzsche Villa

Grunewaldstraße, Steglitz

Der Fliegeberg

auch der Lilienthalberg genannt, Lichterfelde

Karlsplatz

Ringstraße, Lichterfelde

Das Rathaus Steglitz

Ecke Schloßstraße/Grunewaldstraße

Kaiser-Wilhelm-Straße

Lankwitz

U-Bahnhof Dahlem-Dorf

Stadtpark Steglitz

Blick vom Lilienthalberg

Lichterfelde

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

Dahlem bzw. Lichterfelde

Hermann-Ehlers-Platz

Rathaus Steglitz

Otto-Lilienthal-Denkmal

Bäkepark, Lichterfelde

Bahnhof Berlin-Lichterfelde West

Dreifaltigkeitskirche

Lankwitz

Schloßstraße

Steglitz
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Licht und Schatten am Kranoldplatz

[caption id="attachment_15739" align="aligncenter" width="622"] Darauf können sich alle einigen: Der Markt muss erhalten bleiben | Archivbild: Gogol[/caption]   Pläne für das Herz von Lichterfelde Ost: Eine faustdicke Überraschung und überwiegend schlechte Kompromisse. Ein Kommentar von Stephan Voß Wer hätte das gedacht? Das Bezirksamt bietet Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden, Marktleuten und anderen Interessierten an, über die künftige Gestaltung des Kranoldplatzes mitzuentscheiden. Das ist fast sensationell und von keinem anderen aktuellen städtebaulichen oder verkehrlichen Vorhaben des Bezirks gibt es Ähnliches zu berichten. Noch bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie Kranoldplatz wurde jede Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern vom zuständigen Stadtrat und Bürgermeisterkandidaten Urban Aykal abgelehnt. In der BVV am 18. Februar antwortete er im Rahmen der Einwohnerfragestunde auf die Frage, ob das Beteiligungskonzepts bzgl. des Umbaus des Kranoldplatzes auch die Stufe „Mitentscheidung“ beinhalte, sinngemäß, dass dies nicht vorgesehen sei. Sinneswandel der Politik Der nun offensichtlich erfolgte Sinneswandel bezüglich der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Umgestaltung des Kranoldplatzes ist absolut zu begrüßen – und zwar nicht nur, weil er unerlässlich dafür ist, dass trotz der widerstreitenden Interessen rund um den Kranoldplatz am Ende eine von den unterschiedlichen Interessengruppen akzeptierte Lösung für den Umbau des Platzes gefunden werden kann. Sondern auch, weil ernsthafte und weitgehende Betroffenenbeteiligung unerlässlich für die Förderung und den Erhalt einer demokratischen Kultur in unserem Bezirk ist, einer Kultur, in der Bürgerinnen und Bürger über die Entwicklungen in ihrem Kiez mitbestimmen können – und zwar nicht nur am Wahltag alle vier Jahre. Mitentscheiden heißt Verantwortung übernehmen Mitentscheiden über die künftige Gestaltung des Kranoldplatzes bedeutet natürlich auch, Verantwortung zu übernehmen und Verantwortung in der heutigen Zeit zu übernehmen heißt, insbesondere den Klimaschutz im Blick zu haben, heißt den Gesundheitsschutz ernst zu nehmen, heißt der Verödung der Städte und dem Verkehrskollaps in den Städten unter anderem durch eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität entgegenzuwirken, heißt für Verkehrssicherheit zu sorgen und es heißt vor allem auch die Bedürfnisse unserer Kinder und damit auch der nachfolgenden Generation im Blick zu haben. Kurz gesagt, Verantwortung übernehmen, mitentscheiden bedeutet, sich für nachhaltige Entwicklungen zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen – Egoismen haben da keinen Platz. Betrachtet man unter diesen Prämissen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des Kranoldplatzes wird man nicht umhinkommen, festzustellen, dass die Varianten 2, 2a, 2b und 3 in Abhängigkeit von der Anzahl und Lage der vorgesehenen Parkplätze auf und rund um den Platz und je nach der Anzahl von Bäumen, am wenigsten Klimaschutz, am wenigsten Lärmschutz, am wenigsten Hitzeschutz (beispielsweise durch fehlende Verschattung), am wenigsten Schutz vor Abgasen und am wenigsten Gesundheitsschutz bieten. Parken auf dem Platz, Rückwärtsausparken, Parksuchverkehr und dadurch bedingte Staubildung auf dem Platz sowie bei der Einfahrt auf den Platz und bei der Ausfahrt vom Platz lassen eine verbesserte Aufenthaltsqualität auf dem Platz ebenfalls kaum zu und tragen zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit schlicht gar nichts bei – im Gegenteil. Nicht nur die Sicherheit von Kindern, sondern auch ihre Interessen und Bedürfnisse fallen bei diesen Gestaltungsvarianten vollkommen unter den Tisch. Allein die in der Studie vorgeschlagene Variante 1 der Platzgestaltung kann den Anforderungen an die nachhaltige Gestaltung eines modernen Stadtplatzes einigermaßen gerecht werden. Sie schafft mit einem autofreien Platz und damit mit mehr Verkehrssicherheit, mit 27 neuen Bäumen tatsächlich nicht nur mehr Aufenthaltsqualität und damit auch Einkaufsqualität im Herzen von Lichterfelde Ost, sondern sie bietet Lösungen im Kleinen für die großen Herausforderungen, vor denen alle Städte im 21. Jahrhundert insbesondere durch den Klimawandel stehen. Sie ist am Gemeinwohl orientiert und nicht an den Egoismen einzelner und den Partikularinteressen einzelner Gruppen. Verkehrssenat gegen sichere Verkehrsführung Über die Neugestaltung des Kranoldplatzes hinaus widmet sich die Machbarkeitsstudie auch den erheblichen Konflikten zwischen Fuß- und Radverkehr und ÖPNV an der  Bushaltestelle. Um diese sinnvoll lösen zu können, wäre es nötig, wie auch die Machbarkeitsstudie zeigt, die Lankwitzer Straße zwischen der Haltelinie vor dem Fußgängerüberweg an der Ferdinandstraße und dem Überweg hinter der Bushaltestelle einspurig zu gestalten, um die Ausgestaltung der Bushaltestelle als für alle Beteiligten sichere Kap-Haltstelle zu ermöglichen. In der Höhe des Kranoldplatzes verläuft die Lankwitzerstraße bereits in Richtung Bushaltestelle einspurig. Diese Fahrbahnführung müsste also nur um 80 Meter verlängert werden. Dann gäbe es genug Platz für alle und die Konflikte an der Bushaltestelle könnten beseitigt werden. Doch der Verkehrssenat verweigert eine sichere Verkehrsführung, weil aus seiner Sicht wegen dieser 80 Meter die Leistungsfähigkeit der Lankwitzer Straße reduziert würde. Diese Haltung der Verkehrsverwaltung ist völlig sachfremd, ignorant gegenüber den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern und entspricht darüber hinaus dem Berliner Mobilitätsgesetz in keiner Weise. Die inzwischen mehrfach vom Autor an die für den Verkehr zuständige Senatsverwaltung herangetragene Bitte, ihre Position zu begründen, blieb bisher leider unbeantwortet. Konstruktive Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung Wenn es gelingt, dass alle Beteiligten – auch die für Verkehr zuständige Senatsverwaltung – in einem konstruktiven Miteinander Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Kranoldplatzes und seiner Umgebung übernehmen, besteht die Chance, den Jahrzehnte währenden Konflikt um die Gestaltung des Kranoldplatzes auf eine gute Weise mit einem guten Ergebnis zu lösen. Dass der Bezirk beabsichtigt, für diesen Prozess Geld in die Hand zu nehmen und seine Begleitung und Moderation ausschreiben will, um ihn bestmöglich gestalten zu können, ist eine gute Entscheidung, die Mut zum Engagement für einen lebenswerten Kranoldplatz machen sollte.

Stephan Voß Der Autor ist Mitglied im „Bündnis für einen lebendigen Kranoldplatz“.

Den Inhalt der Studie zur Umgestaltung des Kranoldplatzes haben wir hier zusammengefasst: https://stadtrand-nachrichten.de/kranoldplatz-buergerinnen-und-buerger-sollen-mitentscheiden/ Bisherige Beiträge zum Kranoldplatz: https://stadtrand-nachrichten.de/category/gesellschaft-politik/kranoldplatz/   Die Stadtrand-Nachrichten finanzieren sich durch freiwillige Zahlungen ihrer Leserinnen und Leser. Wenn es Ihnen hier gefällt, Sie etwas Spannendes entdeckt oder etwas Neues gelernt haben, können Sie uns via Paypal ein Trinkgeld dalassen. Herzlichen Dank! Hier geht es zu unserem Paypal-Konto