Am Samstag, 18. November, wurden in Ludwigsfelde die letzten Titel der Leichtathleten im Crosslauf von Berlin und Brandenburg vergeben. Die LG Süd Berlin Mannschaft der männlichen Jugend U16 holte sich den Berliner Meistertitel in der Besetzung Clemens Herfarth, Tom Reinholz und Julius Hattenbach. Der einzige Gewinn der Einzelwertung ging an die junge LG Süd Läuferin Katharina Kamml (W10), die 42 Läuferinnen hinter sich lassen konnte.
Den Gewinn der Berlin-Brandenburgische Vizemeisterschaft gelang den Jungen der männlichen Jugend U18 mit Moritz Gutschmidt, Ole Specht und Jan-Lucas Grünky, wobei Letzterer sich im Lauf verletzte und sich mannschaftsdienlich abgeschlagen ins Ziel kämpfte.
Einen Bronzeplatz in der Mannschaftswertung der weiblichen Jugend U16 erkämpfen sich in der Besetzung Marie Geyer, Lara Brodersen und Lya Lederer.
Bronze war die Hauptfarbe der Medaillengewinner der LG Süd Berlin, die sich die Jugendlichen Laurin Johnson (U13), Clemens Herarth (U14), Tom Reinholz (U16) und Seniorenläufer Robert Vollmert (M35) bei den rund 1.000 Starterinnen und Startern erkämpften.
Insgesamt kann Abteilungsleiter Karl-Heinz Flucke stolz auf die Leistungen des Jahres 2017 sein. Mit 21 Titelgewinnen bei den Berlin-Brandenburgischen und Norddeutschen Meisterschaften und 4 Mannschaftstiteln und dem Gewinn des Vizemeistertitels bei der Berliner TEAM-Meisterschaft sieht die Bilanz überaus erfolgreich aus.
(khf)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „