
Das Kompetenzzentrum der Spastikerhilfe Berlin eG, Prettauer Pfad 23–33 in Lichterfelde. Foto: Baumann
Am Mittwoch, 11. April, wurde im Kompetenzzentrum der Spastikerhilfe Berlin eG, Prettauer Pfad 23–33 in Berlin-Lichterfelde, der Abschluss der Sanierungs- und Umbauarbeiten gefeiert. Die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres (SPD), war bei der Feier dabei und würdigte die herausragende Arbeit der Einrichtung: „Die Spastikerhilfe war Vorreiter bei der Frage der Integration und Inklusion und ist noch immer ein Vorbild für andere Einrichtungen in Berlin und bundesweit.“
Das Kompetenzzentrum der Spastikerhilfe in Lichterfelde ist eine Anlaufstelle für Familien mit einem behinderten oder von Behinderung bedrohten Kind. Hier werden den Familien medizinisch-therapeutische, medizinisch-(heil)pädagogische sowie sozialarbeiterische Leistungen geboten. Zum Kompetenzzentrum gehören eine Integrations-Kita, in der 130 Kinder betreut und gefördert werden, und die Kinder- und Jugendambulanz/Sozialpädiatrisches Zentrum Steglitz-Zehlendorf (KJA/SPZ).

Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, nahm an der Feier in Lichterfelde teil und würdige die wichtige Arbeit des Kompetenzzentrums der Spastikerhilfe. Foto: Baumann
Damit das Kompetenzzentrum auch weiterhin eine umfassende Behandlung und Betreuung der Kinder anbieten kann, musste das in den 60ern errichtete Gebäude umfassend saniert und erweitert werden. Die ersten Bauarbeiten starteten bereits im Jahr 2004. Damals erfolgte der erste Teil der energetischen Sanierung – die Fassade wurde gedämmt, die Fenster wurden erneuert, das Haus bekam eine Solaranlage. Im Jahr 2009 wurden die Kita-Räume für Kinder unter drei Jahren saniert. 2011 folgte dann der zweite Teil der energetischen Sanierung – die Umstellung von Öl auf Gas und Erdwärme. Weitere Kita-Räume wurden 2014-2015 neu gestaltet. Anschließend begannen die Umbau- und Sanierungsarbeiten im Innenbereich des Sozialpädiatrischen Zentrums, deren Abschluss das Kompetenzzentrum nun feierte.
Alle Baumaßnahmen erfolgten stets bei laufendem Betrieb. Dafür bedankte sich Georg Dudaschwili, Vorstand der Spastikerhilfe Berlin, bei den Mitarbeitenden: „Jeder, der schon einmal gebaut hat, weiß, wie anstrengend es ist. Danke, dass Sie es ausgehalten haben“, sagte er.
2,4 Millionen Euro wurden in den Umbau und die Sanierung des Sozialpädiatrisches Zentrum investiert. Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB) steuerte 1,4 Millionen Euro bei. Die restlichen Kosten wurden durch die Spastikerhilfe aus Eigenmitteln bestritten. Unter den Gästen der Feier war auch Marion Bless, Vorstand der Stiftung Deutsche Klassenlotterie. „Ohne die Lotto-Stiftung wäre das nicht möglich gewesen“, bedankte sich Georg Dudaschwili für die finanzielle Unterstützung.
Insgesamt wurden in den rund 14 Jahren circa 5,3 Millionen Euro in die Baumaßnahmen am Kompetenzzentrum der Spastikerhilfe in Lichterfelde investiert. Doch eine Sache fehlt noch: Das Therapie-Schwimmbad der Einrichtung muss erneuert werden. „Wir wollten den Mitarbeitenden aber erst eine kleine Baupause gönnen“, sagte ein Sprecher der Spastikerhilfe. Wenn aber alles „glatt läuft“, könne man sich vorstellen, schon 2019 mit der „dann auch wirklich letzten“ Baumaßnahme zu starten, so der Sprecher.
(eb)












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
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