Am Freitag, den 3. November, findet im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum (KiJuNa) in Lichterfelde das nächste Mehrlingstreffen statt. Das Treffen bietet den Kindern die Möglichkeit, mit Gleichaltrigen zu spielen und den Eltern, andere Mehrlingsfamilien aus Steglitz-Zehlendorf kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Damit die Eltern etwas mehr Zeit und Ruhe für den Austausch haben, sind auch ehrenamtliche Helfer und helfende Angehörige der Familien zum Treffen eingeladen.
Für Kaffee und Kuchen wird gesorgt. Um das Interesse abschätzen zu können, wird um eine Anmeldung bis zum 1. November gebeten. Diese kann telefonisch unter 0160 96 20 94 72 oder per E-Mail an berlin.steglitz-zehlendorf@wellcome-online.de erfolgen.
Das Treffen findet von 16 bis 18 Uhr im KiJuNa in der Scheelestraße 145 statt.
Das Mehrlingstreffen wird vom wellcome-Projekt des Stadtteilzentrums Steglitz organisiert. Das Projekt unterstützt junge Familien im ersten Baby-Jahr bei allen alltäglichen Herausforderungen. Im Rahmen des Projekts werden unter anderem ehrenamtliche Helfer für die Familien gefunden und koordiniert.
(sn)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „