Brandenburg meets Berlin, – oder umgekehrt… Dalibors Roadshow sind eine bunte Truppe aus beiden Bundesländern,
bestehend aus Musikern, die sich vor Jahrzehnten mal in Moabit auf Festivals trafen – und irgendwie nie voneinander lassen konnten. Am Am Freitag, 11. Dezember, ist Dalibors Roadshow um 20 Uhr im Club 18, Wasgenstrasse 75 zu erleben.
Deutsche Texte, aberwitzige Geschichten, viel Kostümierung und vor allem Spaß an der gemeinsamen Musik sind die Dinge, die die Band prägt. „Vielleicht sind wir nicht die allerbesten Musiker, aber bestimmt die Truppe, die selbst auf harten Proben ihren Spaß an der Sache behält…“, sagt der Kopf hinter der Gruppe, Andreas Dalibor. Sie singen von der Einsamkeit der Putzfrau in der Piepschau, von der
verronnenen Liebe Marie, die nur betrunken zu ertragen ist, von Paul, dem Maurer, der so gerne Ballerina wäre und , und , und…..
Die Musik ist tanzbar, aber vor allem auch erlebbar. Der Eintritt ist frei, aber es wird gesammelt. Der Erlös kommt einer Zehlendorfer Kita zu Gute.
(sn)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „