Die Fingerknochen von "Ardi" wurden im Mittleren Awash gefunden. Foto: Gerbil

Die Fingerknochen von „Ardi“ wurden im Mittleren Awash gefunden. Foto: Gerbil

Die bedeutenden Funde hominider Fossilien in der äthiopischen Afar-Senke sowie die Methoden der dortigen Feldforschung sind Thema eines Vortrags des Paläoanthropologen Berhane Asfaw am Montag, 7. April, an der Freien Universität (FU). Der äthiopische Wissenschaftler erörtert, worin die Bedeutung des Fundplatzes „Mittlerer Awash“ für die prähistorische Archäologie besteht. An dem Ort wurden Fossilien von Hominiden aus einer Zeitspanne von sechs Millionen Jahren entdeckt, sodass die dortige Forschung bereits zahlreiche Lücken in den Evolutionsstufen des Menschen schließen konnte.

Seit den 1970er Jahre ist der Fundort am Fluss Awash eine zentrale Region der paläoanthropologischen Forschung. Die Funde der Fossilien des 3,2 Millionen Jahre alten Australopithecus afarensis „Lucy“ im Jahr 1974 sowie des 4,4 Millionen Jahre alten Ardipithecus ramidus „Ardi“ Mitte der 1990er Jahre gehören zu den bekanntesten der Region.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Topoi-Haus, Hittorfstraße 18 und findet in englischer Sprache statt. Er ist öffentlich, der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.