Noch bis zum 11. Februar zeigt die Galerie Mutter Fourage in Wannsee, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin, die Volker Schultheis-Ausstellung „ Malerei & Grafik 1963-2017“.
Volker Schultheis (geb. 1938) kam 1962 nach Berlin. Hier wurde er nach seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste zum Meisterschüler ernannt, nachdem er drei Jahre bei Hans Hartung in Paris als Assistent gearbeitet hatte. Nach einem zehnjährigen Schuldienst arbeitet er bis heute als freischaffender Künstler in Italien und Berlin. Seine anfänglich abstrakten Zeichnungen wurden abgelöst durch Landschaftsdarstellungen, Stillleben und surrealistische Venedig-Bilder, von denen in dieser Ausstellung rund 80, darunter Ölbilder, Aquarellen und Zeichnungen, gezeigt werden.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Werke können käuflich erworben werden.
(sn)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „